Daher gehört zu Susanne Worbs Job im Outplacement auch, Vorgesetzte zu trainieren für die schwierige Aufgabe des Kündigungsgespräches. So ist das Aussprechen von Kündigungen mit einer der wichtigsten Gründe für das Entstehen von Herzinfarkten, wie eine Studie in der USA aus dem Jahr 2000 gezeigt hat. Um so wichtiger ist es die Manager auf diese schwierige Aufgabe bestmöglich vorzubereiten. Die Chefs schlüpfen auf mehrtägigen Seminaren in verschiedene Rollen: Einer mimt den Vorgesetzten, ein anderer den Mitarbeiter. Mal muß der seinen Chef anschreien, mal aufstehen und aus dem Zimmer rennen, mal soll er in Tränen ausbrechen. So lernen Vorgesetzte sich in die Rolle ihres Gegenübers zu versetzen. Wer einstellt, muss auch entlassen lernen , sagt Susanne Worbs. Sie erklärt unter welchen Rahmenbedingungen ein Entlassungsgespräch stattfinden soll: in einem neutralen Zimmer, ohne Glaswand auf den Flur, ohne bimmelndes Telefon und möglichst nicht länger als eine Viertelstunde. Die meiste Zeit verbringt Susanne Worbs aber damit, die Menschen aufzufangen, die von mehr oder minder ungeübten Vorgesetzten rausgeschmissen worden sind Tarifmitarbeiter kommen zum Gruppen-Outplacement, Führungskräfte kommen zum Einzeloutplacement, zeitgleich hat Susanne Worbs bis zu 20 Klienten in der Outplacement-Beratung.

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